Natur- Apotheke

Kräuter und andere volkstümliche Heilmittel:

Was sie über natürliche Heilmittel wissen sollten!

Nur weil Kräuter etwas natürliches sind, bedeutet das nicht auch gleich, dass man sie unterschiedslos verwenden kann. Bevor Sie irgendein Kräutermittel ausprobieren, informieren Sie sich, wie es wirkt, wie man es zubereitet und anwendet - und welche Vorsichtsmaßnahmen und Nebenwirkungen sie einkalkulieren müssen.

Probieren Sie nie ein Natur- oder Kräutermittel, ohne zu wissen, was es bewirkt, wie es zubereitet und genommen werden sollte, auf welche Vorsichtsmaßnahmen man achten muss und welche Nebenwirkungen es haben könnte!

In der Regel gilt, dass aus der Einnahme von Kräutermitteln selten medizinische Probleme entstehen, aber es besteht immer die Möglichkeit einer allergischen oder toxischen Reaktion.

Wichtig: Wenn Sie jetzt Medikamente nehmen oder medizinische Probleme haben, dann ist es besser, Sie fragen einen Arzt um Rat, der sich mit den Wechselwirkungen von Kräutern und Medikamenten auskennt und von den möglicherweise gefährlichen Nebenwirkungen weis.

Aloe:

Die Aloepflanze ( aloe vera ) enthält eine wunderheilende Substanz, ein Gel, eine Mischung aus antibiotischen, zusammenziehenden und gerinnungsfördernden Wirkstoffen.

Nimmt man es ein, wirkt es als mildes Abführmittel. Ein Esslöffel in regelmäßigen Abständen genommen ( vorzugsweise auf leeren Magen ), insgesamt bis zu einem halben Liter am Tag, kann bei der Behandlung von Magengeschwüren helfen. Schwangere Frauen sollten Aloe nicht ohne Anweisung eines Arztes nehmen.

Es gibt für Aloe viele äußerliche Anwendungsmöglichkeiten:

Sie wirkt als schnelles und wirkungsvolles Heilmittel bei Wunden, ist hilfreich bei der Behandlung von Verbrennungen, Insektenstichen und Hautreizungen durch Brennesseln.
Salben, Cremes und Lotionen mit Aloe können Blasen und das Abschuppen der Haut nach Sonnenbränden verhindern.
Aloe kann Hühneraugen, Schwielen und Hornhaut an den Füßen weicher machen.
Auf Gesicht und Hals aufgetragen, kann Aloe die Haut weicher machen und die Faltenbildung mildern.
Kann wirkungsvoll für die Haarpflege verwendet werden.
Vorsicht: Es kommt selten vor, aber bei empfindlichen Menschen können allergische Reaktionen auftreten. Wenn Sie unangenehme Wirkungen bemerken, benutzen Sie kein Aloe- Präparat mehr und ziehen Sie den Arzt zu Rate.


Anis: ( Samen )

Ein natürliches Anregungsmittel für die Abgabe von Harn- und Magensaft; wird oft eingesetzt, um Erleichterungen bei Blähungen zu schaffen. Wird auch als Hausmittel bei Behandlung von trockenem Husten verwendet.

Bitterdistel:

Oft als Appetitanreger und bei der Behandlung von Verdauungsbeschwerden eingesetzt; kann Fieber senken und Blutandrang beseitigen.

Vorsicht: Bei hohen Dosierungen kann es zu Verbrennungen in Mund und Speiseröhre sowie zu Durchfall kommen.

Eisenhut:

Kleine Mengen eines Flüssigkeitsextrakts aus der Wurzel dieser Pflanze, mit einer Tasse warmem Wasser vermischt, können erfolgreich bei Schmerzen, Fieber, Magenentzündungen und Herzbeschwerden wirken, “heißt es”

Vorsicht: Eisenhut ist einer der wenigen pflanzlichen Stoffe, bei der falsche Anwendung zu gefährlichen Nebenwirkungen führen kann: Herzversagen.

Minze: ( Flohkraut )

Diese Pflanze wird bei der Behandlung von Erkältungen zum Inhalieren genommen; es gibt sie auch als Tee gegen Kopfschmerzen, Krämpfe während der Regelblutung und Schmerzen.

Vorsicht: Sollte nie während der Schwangerschaft eingenommen werden!

Nachtkerzenöl:

Als zusätzliches Präparat in der Ernährung kann Nachtkerzenöl dazu beitragen, den Cholesteringehalt im Blut und den Blutdruck senken. Es kann bei der Gewichtszunahme helfen, Schmerzen vor der Regelblutung lindern, Exzeme heilen, bei der Behandlung von leichten Fällen von Arthritis und zur langsam voranschreitender multipler Sklerose hilfreich sein, überaktive Kinder ruhiger machen, Akne bessern ( wenn zusammen mit Zink eingesetzt ) und zum Aufbau kräftiger Fingernägel beitragen.

Das aktive Element im Nachtkerzenöl ist die Gamma-Linolensäure, die der Körper braucht, um hormonähnliche Stoffe, Prostaglandine genannt, zu produzieren; sie sind wichtig für die Gesundheit. Wenn also ein Mangel an Gamma-Linolensäure vorliegt, ist möglicherweise die Produktion von Prostaglandinen unzureichend, und das kann Ihr körperliches Wohlbefinden beeinträchtigen.

Petersilie ( Samen und Blätter )

Ein harntreibendes Mittel, regt die Produktion von Magensaft an, wird bei Husten, Asthma und Bindehautendzündungen angewendet.

Pfefferminze ( Blätter )

Wirkt krampflösend und anregend, wird bei der Behandlung von Nervosität, Schlaflosigkeit, Krämpfen, Benommenheit und Husten eingesetzt. Bei Kopfschmerzen versuchen Sie folgendes: eine Tasse Pfefferminztee trinken, dann fünfzehn bis zwanzig Minuten hinlegen. Wirkt im allgemeinen genauso gut wie eine Schmerztablette und hat keinerlei Nebenwirkungen.

Rosmarin ( Blätter )

Äußerlich als Salbe verwendet, kann Rosmarin Rheumaschmerzen, Verstauchungen, Wunden, blaue Flecken und Ekzeme lindern. Innerlich richtig angewendet, kann Rosmarin bei Blähungen und Koliken für Erleichterung sorgen und die Freisetzung von Gallensaft anregen.

Vorsicht: In großen Mengen kann Rosmarin giftig sein.

Schwarzwurz

Als Tee aufgebrüht kann Schwarzwurz Magenbeschwerden, Husten, Durchfall, Schmerzen bei Arthritis, Leber- und Gallenerkrankungen lindern.

Vorsicht: Eine mögliche Nebenwirkung bei dieser Pflanze liegt darin, dass weniger Eisen und Vitamin B12 vorliegt.

Süßholzwurzel

Stellt die Funktion der Bindegewebshaut und des Gewebes wirkungsvoll wieder her; hält außerdem die Hormone im Gleichgewicht, regt die innere Sekretion und die Atmung an; wirkt als Abführmittel.

Vorsicht: Hoher Blutdruck und Herzrhythmusstörungen können möglicherweise als Nebenwirkungen auftreten.

Thymian

Ein natürliches antiseptisches Mittel; als Kompresse kann Thymian ein guter Wundverband sein; eingenommen kann er gegen Durchfall wirken, Magenkrämpfe lindern und Bronchitis und Kehlkopfentzündungen abschwächen.

Wachholder ( Beeren )

Die Beeren werden oft als Magentonikum verwendet, können Appetit und Verdauung anregen, harntreibend wirken und keimtötend im Harntrakt sein

Brokkoli:

Brokkoli schützt vor Herzinfarkt

Immer mehr Menschen ( auch jüngere ) erleiden einen Herzinfarkt und Brokkoli kann Sie davor schützen.

Eine Studie beweist, dass der Verzehr von ein bis zwei Portionen pro Woche das Infarktrisiko um 15 bis 20 Prozent senkt.

Grund:

Bestimmte Pflanzenfarbstoffe ( Bioflavonoide ) im Brokkoli schützen die Gefäßwände vor Verkalkung.

Vergleiche mit anderen Gemüse - und Obstsorten ergaben keine so hohe Schutzwirkung.

Kamille:

Diese Pflanze hat krampflösende Eigenschaften und regt die Magensaftproduktion an; wird oft bei Migräne, Magenkrämpfen und Unruhezuständen eingenommen.

Kamille wirkt entzündungshemmend und unterstützt die Heilung bei Erkältungen.

Kamillentee schützt aber auch vorbeugend und stärkt die Abwehrkräfte.

Am besten wirkt folgende Kur:

Vier Tage lang täglich drei Tassen Kamillentee trinken, dann vier Tage Pause machen und danach wieder von vorn beginnen. Die Kur vier bis sechs Wochen lang durchführen.

Der Viertage- Rhythmus ist deshalb an besten, weil die Kamille Substanzen enthält, die genau vier Tage benötigen, um ihre optimale Wirkung zu entfalten.

Teezubereitung: Drei gehäufte Teelöffel Kamille mit 0,25 Liter Wasser übergießen, zehn Minuten lang abgedeckt ziehen lassen und abseihen. Den Tee ungesüßt oder evtl. mit etwas Honig trinken.